Inklusives Pilotprojekt “Hollerhof” in Münchsmünster
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Inklusives Pilotprojekt “Hollerhof” in Münchsmünster

Der Hollerhof ist eine integrative Förderstätte, die den Bezug zu Tier und Natur fördert. Tiergestützte Therapie sowie die Arbeit mit Pflanzen tut nicht nur den Menschen mit Behinderung gut, sondern gibt auch den Gemeindebewohnern Anlass, am Thema Inklusion teilzuhaben und gemeinsam mit den Förderstättengängern Barrieren abzubauen. Inspiriert von Hundertwasser, entstanden die Farbigkeit und Materialität der Fassade. Die im Detail skulptural ausgeformten Keramikplatten der hinterlüfteten Fassade geben den Fassaden Tiefe. Gleichzeitig konnten die Bedürfnisse der Gruppengänger, einen geschützten und begrünten Innenhofbereich zu haben, mit diesen Gestaltungsgedankenebenfalls bewerkstelligt werden. Im Innenhof zwischen den Gebäuden sind die Hochbeete, ein Gewächshaus, Tierställe und das inklusive Begegnungshaus, welches ein rollstuhlgerechtes Cafe aufnimmt, platziert. Städtebaulich kommunizieren die Einzelgebäude über die Gemeinschaftsnutzungen und über einen Zentralbereich hinweg. Die Tiere und der Garten bringen Lebendigkeit in das Areal. Das Gesamtkonzept fügt sich zentrumsnah und am Rande eines Naturschutzgebietes verträglich ein. Die Gebäude wurden ganz intensiv mit dem Nutzer, den Gruppenleitern und der Gemeinde entwickelt: Unerlässlich, wenn ein Gebäude mit Wohngruppen sowie Förderstätte inhaltlich und in den Abläufen funktionieren sollen.

(c)Florian Schreiber, München