Brunnen 49
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Brunnen 49

Das Wohn- und Geschäftshaus Brunnen 49 an der markanten Wegkreuzung Brunnenstraße/Ecke Bernauer Straße markiert den gelungenen Auftakt der Bebauung der Gedenkstätte Berliner Mauer. Schon von Weitem bestechen die helle Ziegelfassade und die scharf eingeschnittenen Fensterelemente, die aus der Nähe betrachtet weicher und zugänglicher werden. Das Nebeneinander von Hart und Weich sowie der konsequente Einsatz eines eigenwilligen Materialkanons für Innen wie Außen schaffen eine ganz eigene Atmosphäre. Diese entspricht dem Standort und seiner schroffen Geschichte auf angemessene Weise und gibt Brunnen 49 seinen eigenen Charakter.
Die bewusste Nutzungsmischung im Haus und die Gewerbeeinheiten im Erdgeschoss beleben die originären Qualitäten der Umgebung und tragen zu deren Fortentwicklung bei.
Anmerkungen zur Juryentscheidung:
Brunnen 49 schafft einen angemessenen baulichen Anfang für die Neugestaltung des ehemaligen Todesstreifens im Bereich der Gedenkstätte Berliner Mauer. Auch wenn durch die Neubebauung die städtebauliche Wunde zu heilen beginnt, bleibt durch die Integration des Grundstückes in die Gedenkstätte die räumliche Erlebbarkeit der Trennung der Stadt erhalten. Neben den gestalterischen Aspekten überzeugt das Erdwärmenutzungskonzept über zehn je hundert Meter lange Bohrpfähle.